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Von der Idee zur Umsetzung

....Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert,  geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.  

                                       

Gotthold Ephraim Lessing


 

 

Wo fange ich an? Was brauche ich? Bin ich gut genug?

Komme ich dafür überhaupt in Frage?

Das sind wohl die allerersten Fragen, die einem in den Kopf geraten, wenn man sich für eine Ausschreibung bewerben möchte. Dies muss nicht sein!  Eine bisschen Organisation, Lust und die Hilfe durch Alumni machen es viel einfacher.

 

Das 10 Stufen-Programm zum Stipendium*:

·         Hinweis: Diese Abfolge ist keine Garantie für den Erhalt eines Stipendiums, sondern kann als roter Faden für dein Vorhaben dienen.

 


1.ZIELSETZUNG DES VORHABENS UND DIE KATEGORIE DEFINIEREN: Zu Beginn sollte man sich klar werden, was man möchte. Das Ziel hinter dem Vorhaben sollte man definieren und sich damit in eine Kategorie einordnen.

Kategorie

Inlandsförderung

Auslandsförderung

 

 

Unterkategorie

Materiell

Ideell

Auslandsstudium

Materiell & Ideell

Auslandssemester

Sonstiges (Inlandspraktikum, Forschungsprojekt)

Auslandspraktikum & Sonstiges

Ziel genauer definieren:

z.B. Vollstipendium im Inland

z.B. Auslandspraktikum mit Einblick in die Forschung

 

 

 

 


2. PROFIL ERSTELLEN - SICH SELBST „KATEGORISIEREN“ UND ZIELSETZUNG VERFEINERN:Um passende Stipendien zu finden, ist es wichtig sich selbst zu verdeutlichen, was man gemacht hat, was man vorweisen kann und zu welcher Gruppe von Studenten  man selbsa zählt. Auch das Vorhaben sollte noch feiner aufgegliedert werden. Am besten man erstellt sich eine Übersicht:

 

Wer bin ich?

Alter, Geschlecht, Studiengang, Fachsemester, Notendurchschnitt (mögliche Zuordnung im Verhältnis zu den Kommilitonen_innen), Familienstand und Familienstruktur, politische Ausrichtung, Religion, Schul-/Berufs- und Hochschulausbildung, akademische Grade, absolvierte Praktika, Berufserfahrung, wissenschaftliche Bereiche, Karriereziel, Berufsperspektiven  usw.

 

Mein Vorhaben soll aussehen?

Kategorie, Grunddaten,Art der Förderung, Dauer, Land, Kontaktpersonen, Ansprechpartner, Zusagen, laufende Bewerbungen auf Stellen, Was erwarte ich? , Wie flexibel bin ich – familiär und örtlich?, Sonstige Eigenschaften und Voraussetzungen?

 

Was soll mein Stipendium bieten?

Deine individuellen Wünsche.

 

 


 3. ZUR KATEGORIE PASSENDE AUSSCHREIBUNGEN SUCHEN UND FINDEN: Mit dem Wissen, was man will, geht man nun auf die „Jagd“. Gerade das Internet bietet die grundlegende Basis für die Suche mit definiertem Hintergrund. Anfragen bezüglich Stipendien können allerdings auch an Prüfungsämter, Studienberater oder Auslands-Beauftragte (VMF: Frau Dr. Uta Delling) gestellt werden. Die Grundseite www.stipendienlotse.debietet die erste gute Übersicht. Wird man dort nicht fündig, lässt sich durch die gute alte Schlagwortsuche bei www.google.de oder andere Datenbanken (www.daad.de, www.e-fellows.net usw.) sicherlich noch einiges mehr finden.

          • Datenbanken: Gerade bei Datenbanken ermöglicht die Suchoption eine genaue Auswahl von Eigenschaften, die eurer Stipendium haben soll. Nun kommt euer erstelltes Profil zum Zuge.
          • Schlagwort-Suche: Oft erfassen Suchmaschinen solche Ausschreibungen, die in Stipendien-Datenbanken nicht registriert sind, deswegen lohnt sich dies auf jeden Fall zusätzlich  Passendes Wort auswählen, eintippen und „losgooglen“!

 

Alphabetische Aufzählung von Suchmaschinen:

http://www.weihenstephan.de/~schlind/suchmaschinen.html

 

 


4. GEFUNDENE AUSSCHREIBUNGEN ABSPEICHERN/ AUSDRUCKEN UND NACH BEWERBUNGSSCHLUSS SORTIEREN: Man wird in der Regel mehr als 2 Ausschreibungenfinden, deswegen ist es wichtig sich zunächst ein Überblick zu verschaffen. Entweder man sortiert diese nach dem „Passt-zu-mir-Grad“ oder nach dem Bewerbungsschluss. An dieser Stelle kann man auch nach Alumni an der Universität suchen und sich dort bereits erste Tipps einholen.

 


5. AUSSCHREIBUNGSANALYSE - WAS WIRD GEFORDERT? : Nach dem Sortieren sollte man sich klar machen, was gefordert wird, welche Unterlagen gewünscht sind und wie die Bewerbung eingereicht werden soll (digital, postalisch, Online-Portal). Am besten legt man sich eine Tabelle an und verschafft sich so eine gute Übersicht

 

Unterlagen

Ausschreibung

A

Ausschreibung

B

Ausschreibung

C

Informationen zu den Ausschreibungen

….

…..

…..

Typische Eigenschaften/ Grundzüge

Leistungsorientiert,

Engagement-orientiert

Auslandspraktikum im Bereich der Kleintierkardiologie

Wichtige Voraussetzungen

Politische Ausrichtung: Links

Religion: Katholisch

 

Bewerbungsschluss

2x pro Jahr, März, Oktober 20xx

Einmal im Jahr, Juli

Juli/Juni 2013

Anschreiben

X

X

X

Lebenslauf

X

X

X

Vorgegebene Bewerbungsformblatt

 

X

 

Notenspiegel

X

 

X

Nachweise zum sozialen Engagement

 

X

 

Gutachten eines Fachdozenten

X

X

 

Empfehlungen

 

 

X

Motivationsschreiben

X

X

 

 

 

 

..

 

 

 

.

 

 

 

 


 6. BASIS-UNTERLAGEN SCHAFFEN – SPEZIFISCHE AUSGESTALTUNG: Die Erstellung eines Lebenslaufes / Curriculum  Vitae, eines Standard-Anschreiben, sowie einem Grund-Motivationsschreiben ist zu empfehlen. Diese Basis-Unterlagen können dann ausschreibungsspezifisch angepasst werden. Dann nimmt man sich jede Ausschreibung einzeln vor und verpasst dem ganzen eine eigene Ausgestaltung, eine Individualität, um sich von anderen abzuheben (Eye-Catcher-Prinzip).

 Sollte ein Gutachten gefordert sein, ist dies das Erste, welches ihr in Auftrag geben solltet. Die Dauer bis ihr es in den Händen haltet, ist vom Dozenten abhängig, und man sollte in diesem Falle immer mit Verzögerungen rechnen. Sucht euch am besten einen Professor, den ihr kennt, der aber auch einen fachlichen Bezug hat (bei fachspezifischen Ausschreibungen). Der persönliche Kontakt ist immer besser, wie der telefonische oder per Email. Der Lebenslauf und das Anschreiben sollte nach den aktuellen Vorgaben angefertigt werden. Doch seit auch an dieser Stelle dazu ermutigt, eigene Kreativität walten zu lassen.

 


 7. KORREKTUR LESEN: Der Blick für die eigene Rechtschreibung schwindet mit zunehmender Computerarbeit. Ein zweites paar Augen kontrollieren zu lassen, ist immer von Vorteil und bringt oft zusätzliche Ideen.

 


 8. PIMP YOUR APPLICATION: Kreativität, Mut und Individualitätgeben euch die Möglichkeit, euch von anderen Bewerbern abzuheben. Ihr müsste eine Balance zwischen wichtigen Informationen und Zusatzinformationen für eure berufliche Attraktivität / Förderwürdigkeit schaffen. Man hat festgestellt, dass gerade der erste Blick von entscheidender Bedeutung bei der Auswahl ist; das ist die Chance mit einem „Eye-Catcher“ zu punkten.

Wenn alles eine Farblinie, Schriftart und Größe aufweist, hat man als Leser schon eine größere Neigung die Bewerbung sich näher anzuschauen. Das Harmonie-Prinzip spielt hier eine große Rolle. Eine Organisation und gute Übersicht in den Unterlagen ist auch von Vorteil.

Empfehlenswert für das Anschreiben ist es, sich einen eigenen Briefkopf nach Standard anzulegen. Ein Blickfang ist aber auch ein kreatives Deckblatt für die gesamten Bewerbungsunterlagen mit Passbild sowie Kontaktdaten, einem persönlichen Zitat und/oder einer optischen Ausgestaltung. Die Ausgestaltung kann allgemein oder spezfisich für die Ausschreibung erfolgen.

Geht es beispielsweise in der Ausschreibung um ein klinisches Fellowship von 8 Wochen in der Kleintierkardiologie, könnte man die Grundfarbe “Rot“, US-Bilder, Herz-Silhouetten oder andere damit in Verbindung stehende Darstellungen, kreativ in Szene setzen. (Bitte auf Copyright achten!)

Beispiel: Thematik: Allgemeine Bewerbung - Herausbringen des beruflichen Hintergrundes.

                                       
 


 

9. BEWERBUNGSUNTERLAGEN ZUSAMMENSTELLEN: Beim Zusammenstellen und ordnen, sowie der Auswahl einer schönen Bewerbungsmappe, sollte man nochmal kritisch sein. Die Bewerbung sollte im Gesamten schön ausgestaltet sein, ein bisschen "einfangen" und Lust auf mehr machen. Alleine durch den ersten Blick hat man zumeist sehr viel gewonnen.

 

 


10.BEWERBUNG ABSCHICKEN: Die Einreichung der Bewerbung ist auch sehr individuell. Das postalische Einsenden ist allerdings noch vorherrschend; mit der „per Einschreiben“ Option auf dem Postamt kann man sich zusätzlich absichern.